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Notwendige Schritte auf dem Weg zur Photovoltaik-Anlage

Abläufe, Unterlagen und Schritte. Was kommt als nächstes?

Sie interessieren sich für seriöse, transparente und nachhaltige Angebote zu Photovoltaik-Anlagen? Sie haben noch einige Fragen zum Thema und zum Ablauf? Der folgende Beitrag zeigt Ihnen, wie Sie vom Interessenten in diesem Bereich zum Eigentümer einer Photovoltaik-Anlage, meist auf einem gepachteten Dach, werden.

Daher beleuchten wir in diesem Beitrag folgende Punkte:

  • Grundinformationen / Investitionsrahmen 

  • Rolle des Solarteurs

  • Liste der notwendigen Unterlagen

  • 9 Schritte zur Photovoltaik-Anlage

  • Eigenaktivitäten

Investitionsrahmen

Nachdem Sie sich zum Thema Photovoltaik informiert haben (schauen Sie dazu gerne auch noch auf unsere anderen Beiträge), stellt sich nun die Frage, wie weiter zu verfahren ist.

In erster Linie gilt es nun, sich für einen Investitionsrahmen zu entscheiden. Mit dieser Grundlage kann, in Abhängigkeit aktueller durchschnittlicher Kaufpreise, die ungefähre Größe der Photovoltaik-Anlage ermittelt werden.

Als nächstes benötigen Sie einen Anbieter von Photovoltaik-Anlagen/Solarteur. Nachdem Sie diesem Ihr begründetes Kaufinteresse anhand einer Kaufabsichtserklärung signalisiert haben, werden Sie je nach Verfügbarkeit ein oder mehrere Angebote von Photovoltaik-Anlagen erhalten.

Da die Nachfrage deutlich größer als das Angebot und es nicht immer einfach ist, passende Anlagen zu finden, werden Sie kaum eine Chance haben, an die richtig guten Angebote heranzukommen, ohne vorher eine Kaufabsichtserklärung unterschrieben zu haben. Keine Angst, diese ist nicht bindend, kann allerdings bei Bedarf bereits dem Finanzamt zur Bildung eines IAB (Investitionsabzugsbetrag) vorgelegt werden.

Was macht der Solarteur eigentlich für mich?

Nachdem die Kaufabsichtserklärung eingegangen ist, wird der Solarteur aktiv und startet vor allem die Suche nach passenden Projekten, damit das Kaufinteresse durch konkrete Zahlen, Daten und Fakten weiter vertieft wird.

Ein seriöser Solarteur stellt dem Interessenten ein umfangreiches Exposé inklusive des Kaufpreises, eine korrekte und ausführliche PV-Sol Berechnung, Informationen zu den verwendeten Modulen und Wechselrichtern und Referenzen zur Verfügung.

Bevor es jedoch dazu kommt, dass dem Investor eine fertig geplante Anlage unterbreitet werden kann, hat der Solarteur viele weitere Arbeitsschritte verrichtet. Angefangen damit, dass ein Dachverpächter akquiriert worden ist, denn ohne Dachflächen gibt es keine Anlagen. Weitergehend wird geklärt, wo und wie der erzeugte Strom eingespeist werden darf. Darüber hinaus müssen die Inhalte des Grundbuches geprüft werden, damit der Investor eine Grunddienstbarkeit in Abteilung II eintragen kann.

Es gibt zahlreiche Zwischenschritte, die überhaupt positiv gestaltet sein müssen, damit aus der Zusage eines Dachverpächters final auch eine baureife Photovoltaik-Anlage entstehen kann.

Liste der notwendigen Unterlagen eines baureifen Photovoltaik Projektes:

  1. Objektbilder
  2. Datenblätter der Komponenten
  3. PV-Sol Berechnung (Ertragsgutachten)
  4. Kauf- und Wartungsvertragsentwurf
  5. Unterschriebener Pachtvertrag
  6. Grundbuchauszug
  7. Einspeisezusage
  8. Luftbild
  9. Statistik-Nachweis
  10. Flurkarte
  11. Ggf. Rangrücktritte (falls Grundbuch belastet ist)

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Der finale Kauf einer PV-Anlage erfolgt in einigen Schritten. Am Anfang steht die Unterzeichnung des Kauf- und Wartungsvertrages, sowie die Unterzeichnung des Kreditvertrages, sofern die Anlage teilweise über eine Bank finanziert wird.

Nachdem die Anzahlung geleistet ist, wird das Projekt in die Bauplanung genommen und die Module plus weitere Anlagenbestandteile bestellt. Falls notwendig, geht eine Sanierung des Daches voran, bevor die Montage der Photovoltaik-Anlage beginnen kann. Je nach Zahlungsmodalitäten im Kaufvertrag werden nach bestimmten nachgewiesenen Baufortschritten die weiteren Teilzahlungen fällig.

Während dieses Prozesses, werden u.a. die Eintragung der Dienstbarkeit im Grundbuch des Dachverpächters für Sie angestoßen und die Formulare für die Meldung der Fertigstellung bei der Bundesnetzagentur vorbereitet. Falls es vor Ort keine adäquate Möglichkeit der Datenübertragung zur Fernüberwachung der Photovoltaik-Anlage gibt, wird eine Daten-Simkarte benötigt, die Sie in der Zwischenzeit bereits besorgen können.

Bevor die letzte abschließende Rate fällig wird und das Eigentum der Photovoltaik-Anlage auf Sie übergeht, muss der Netzanschluss erfolgt sein. Nach unseren Erfahrungen vergehen zwischen Kaufvertragsunterzeichnung und Netzanschluss im Schnitt 5-6 Monate.

Für den Betrieb der Photovoltaik-Anlage ist es sodann wichtig, ein entsprechendes Gewerbe anzumelden oder diese in ein laufendes Gewerbe mit aufzunehmen. Weil die Anlage gewerblich betrieben wird, ergibt sich daraus auch die vorteilhafte steuerliche Situation für Sie.

 

Eigenaktivitäten: Was kann ich als Interessent tun?

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Mit der unterschriebenen Kaufabsichtserklärung wird auf Seiten des Solarteurs einiges an Arbeit losgetreten. Auch Sie sollten parallel einige Dinge beachten und Vorgänge anschieben, damit nach einer erfolgreichen Anlagensuche nur noch wenige Schritte zum abschließenden Kauf zu tätigen sind.

So sollten Sie bereits jetzt mit finanzierenden Banken sprechen und prüfen lassen, ob der angestrebte Rahmen finanzierbar wäre. Dabei gilt, Angebote zu vergleichen, denn nicht nur die Zinsen können sich unterscheiden. Auch die Herangehensweise von Banken ist mitunter verschieden. So gibt es Banken, die, wie üblich, auf die Bonität des Investors abstellen, danach den Zins berechnen und vor allem auch das zu erbringende Eigenkapital aufrufen. Es gibt aber auch Banken, welche die Sicherheiten auf die zu errichtende PV-Anlage abstellen und verstehen, dass eine Anlage, so sie denn zuverlässig geplant und gebaut ist, so hohe Erträge einbringt, dass die Bonität des Investors nur zweitrangig ist. Anders als bei Baufinanzierungen, ist dieses Thema bei üblichen Banken und Finanzierern allerdings eher unbekannt. Unser PV-Finanzierungsprofi Peter Stagge, LL.B. kann Sie bei Bedarf bei der Finanzierung gerne tatkräftig unterstützen.

Steht die Finanzierung, empfehlen wir ein Gespräch mit einem geschulten Steuerberater (www.bbh-online.de > Herr Tobias Sengenberger). Es gilt dabei gemeinsam zu erläutern, wie Sie die möglichen steuerlichen Vorteile für sich nutzen können und sollten. Denn neben dem Investitionsabzugsbetrag gibt es eine laufende Abschreibung über 20 Jahre, die nützlich sein kann. Zudem hilft ein Steuerberater, der sich mit dem Thema Photovoltaik auskennt, ggf. auch dabei, die Wirtschaftlichkeit einer Anlage zu bewerten und zu bestätigen.

Ist sowohl die Finanzierung als auch die steuerliche Bewertung abgeschlossen, steht einem Kauf nichts mehr im Wege. Nun fehlt nur noch die passende Anlage, die der Solarteur im Idealfall zwischenzeitlich in gewünschter Größe anhand Ihrer Wünsche anbieten kann.

Sie haben Fragen zum Direktinvestment Solaranlage? Wir helfen gern.

Bild: Pixabay
Dirk Schlünz

Über den Autor Dirk Schlünz

Dirk Schlünz blickt auf 11 Jahre Erfahrung in der Finanzdienstleistungsbranche zurück. Ganz wie im Beratungsalltag, teilt er auch in seinen Beiträgen sein Wissen, um objektive und vor allem nützliche Informationen zu liefern, die mittels lebendiger Beispiel einen Mehrwert für seine Mandanten schaffen.

2019-10-26T13:16:56+02:00By |Allgemein, Photovoltaik|0 Comments

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